Offener Brief

und Stellungnahme

 

An

Werner Hackl
1. Vorstand des Hundesportclub DSC Ergoldsbach e.V.
 

Verfasst von

Nils Sauer
2. Vorstand und Ausbilder des Hundesportclub DSC Ergoldsbach e.V.
 
 
 

Werner,

 
da Du mir immer wieder gezeigt hast, das eine offene Diskussion mit Dir nicht möglich ist und Du nur Deine Meinung gelten lässt, 
möchte ich Dir nun auf diesem Weg meine Ansichten zu den von Dir gegen meine Person erhobenen Vorwürfen darlegen.
 
 

Du wirfst mir vor, ich nehme nicht aktiv am Vereinsleben teil.

 
Wenn ein Vereinsmitglied nur sehr, sehr selten an den Trainingstagen erscheint, dann auch auf Anfrage nichts mit seinem Hund
macht und stattdessen lieber Wochenlang auf anderen Hundeplätzen trainiert, dann stimme ich Dir zu – die Teilnahme am
Vereinsleben sollte aktiver sein.
 
Aber, und das soll nicht unerwähnt bleiben, das beschriebene Verhalten legst Du an den Tag
 

Als Ausbilder des Vereins stehe ich meist 2 mal pro Woche auf dem Trainingsplatz und trainiere mit den Vereinsmitgliedern und

ihren Hunden.
Mein Ziel ist es, den Vereinsmitgliedern Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, um mit ihren Hunden weitere Fortschritte in der
Ausbildung zu machen.
Und das – meiner Meinung nach – mit Erfolg.
 

Das Du das offensichtlich anders beurteilst, ist Dein gutes Recht.

Aber, sollte man das nicht in einem offenen Meinungsaustausch besprechen ?
 
Du redest lieber hinter meinem Rücken mit den aktiv an meinem Training teilnehmenden Vereinsmitgliedern und versuchst
meine Trainingsmethoden, durch mehr oder weniger wertvolle rhetorische Ergüsse Deines Fachverstandes, schlecht zu reden –
mit dem Ziel, das sie sich an Dich oder Deinen Sohn wenden.
 

Diesbezüglich habe ich eine Frage an Dich.

 
Hast Du noch nicht gemerkt, das Deine Bemühungen – oder sollte man besser Intrigen sagen – seit einem Jahr ins Leere laufen ?
Vielleicht überlegst Du Dir ja mal, warum das so ist.
 
Ich gebe Dir da mal einen Hinweis : Kann es daran liegen, das meine Ausbildung doch nicht ganz so schlecht ist ?
 
 

Du redest allen ein, ich würde mit den am Training teilnehmenden Vereinsmitgliedern nur in Richtung „VPG“ trainieren.

 

Bei dieser Aussage frage ich mich, ob Du mir überhaupt schon mal bei unserem Training mit den Vereinsmitgliedern zugesehen hast 

oder ob Du in dieser Zeit im Vereinsheim nur darüber nachgedacht hast, wie Du unser Training am besten untergraben kannst.
 

Glaube mir Werner, auch mir dürfte es sehr schwer fallen einen Galgo Español oder Podenco Medio zu einer ansehnlichen VPG-Prüfung

bringen zu wollen – deshalb trainieren wir diese Hunde in Richtung BH und Fährte.
 
 

Du sagst, wer das Vereinsgelände am meisten nutzt, sollte auch den Großteil der Pflegearbeiten übernehmen.

 

Auch wenn Du das immer wieder bestreitest – wir, die aktiv am offiziellen Training teilnehmenden Vereinsmitglieder, haben uns steht’s 

bemüht das Vereinsgelände in einem guten Zustand zu halten. Das Du das anders siehst, liegt vielleicht daran, das Du uns nie bei
solchen Arbeiten gesehen hast. Du bist ja, abgesehen von den Veranstaltungen, eher selten da.
 

Warum Du, ohne Vorstandsabsprache, eine vereinsfremde Person beauftragst den Trainingsplatz zu mähen und andere Pflegearbeiten

im Vereinsgelände zu erledigen und diese Person aus dem Vereinsvermögen bezahlst, kann ich nicht nachvollziehen.
 

Das Du diese Thematik getreu Deiner Überzeugung immer dann lautstark postulierst, wenn Gäste im Verein sind und mich dann in

meiner Abwesenheit als faul bezeichnest ist eines 1.Vorsitzenden einfach nicht würdig.
 

Und Werner, ein Argument wird nicht zwangsläufig proportional besser, je lauter oder öfter man es vorträgt.

 
 

Du wirfst mir vor, ich nehme nicht an den Veranstaltungen des Vereins teil.

 

Wie ich Dir schon mehrmals sagte, arbeite ich im Schichtdienst – ja Werner, auch am Wochenende – und kann nicht einfach mal „frei 

nehmen“ wenn der Verein eine Veranstaltung hat.
 

Du bist davon überzeugt, dass dies nicht der Wahrheit entspricht und postulierst Deine Meinung als Tatsache bei Vereinsmitgliedern und

Gästen des Vereins. – Kann man Dein Verhalten als „ berechnend Intrigant “ bezeichnen ?
 

Dass ich zu dem von Dir durchgeführten „Hundeführerlehrgang“ arbeiten musste, hat mich wahrscheinlich mehr geärgert wie Dich.

Ich hätte mir gern angesehen, wie Du mit den anwesenden Hundeführern / innen und ihren Hunden trainierst. Vielleicht hätte ich ja
gesehen wie ich mein Training besser, zielführender und erfolgreicher durchführen kann.
 

Natürlich hätten mich auch Deine Ratschläge und Hinweise zur Hundeerziehung interessiert.

 
z.B.  Was hättest Du einem Herrn „X“ geraten, dessen Hund beim spazieren gehen, gern mal den einen oder anderen Radfahrer von
seinem Gefährt holt.
 
Und was hättest Du gesagt, wenn genau dieser Herr „X“ sich ab und zu auf einen Hundeplatz stellt und anderen Leuten die
Hundeerziehung und –ausbildung erklären will ?
 
 

Du wirfst mir vor, ich stelle nur Forderungen.

 

Ja, ich habe mehrmals angeregt, das wir eine bessere Beleuchtung für den Trainingsplatz anbringen sollten.

Es ist doch niemanden gedient, wenn man eine Übung im dunklen Bereich des Trainingsplatzes beginnt oder abschließt.
 

Ja, ich habe mehrmals angeregt, das wir eine Helferhose kaufen sollten.

Diese benötigen wir meiner Meinung nach, um einen jungen Vereinsmitglied die Möglichkeit zu geben, sich in der Helfertätigkeit im
Schutzdienst einarbeiten zu können.
 

Das Du diese Anregungen negierst, ist zwar Dein Recht, ob Du aber damit zielführend in die Ausbildung eingreifst, wage ich zu

bezweifeln.
 

Nur weil Du auf anderen Hundeplätzen trainierst, heißt das doch nicht, dass wir in unserem Verein keine Maßnahmen zur Verbesserung

des Trainings durchführen sollten.
Nicht nur das Training mit den Hunden, sondern auch die Entwicklung der Vereinsmitglieder sollte im Mittelpunkt des Vereins liegen.
 
 

Du bezeichnest mich bei anderen Vereinsmitgliedern als „Fremdkörper im Verein“.

 

Du berufst eine „Versammlung“ mit – wie soll man es nennen – „handverlesenen ?“ Mitgliedern des Vereins ein, um Veranstaltungs-

termine für das Jahr festzulegen. – Sollte ich als 2. Vorsitzender und Ausbilder da nicht mit dabei sein ?
Ich glaube, ein Blick in die Vereinssatzung könnte da durchaus hilfreich sein.
 

Du möchtest bei dieser „Versammlung“ über mich sprechen.

Auf Anfrage eines Eingeladenen, ob ich da nicht dabei sein sollte, sagtest Du sinngemäß : Auf den können wir verzichten.
Auf Anfrage eines Vorstandsmitgliedes, warum ich nicht dabei bin, sagtest Du : Mit dem kann man ja nicht reden.
 
 

Jetzt wirst Du Dich hinstellen und sagen : Ich habe es schon immer gesagt, der passt nicht zu uns.

Ja Werner, so lange eine solche Vereinspolitik betrieben wird, sehe ich das auch so.

 
 

Eine Frage hätte ich aber noch :

 
Wieso hast Du mich eigentlich zum 2. Vorsitzenden und zum Ausbilder vorgeschlagen ?
Du musst doch gemerkt haben, wie ich über Lobhudelei, Beweihräucherung und autokratische Strukturen in einem Verein denke.
 
 
 

Die sofortige Niederlegung meiner Ämter im Vereinsvorstand und die Kündigung meiner Vereinsmitgliedschaft habe ich Dir bereits

separat zugesand.

 
 

Ich wünsche dem Hundesportclub DSC Ergoldsbach für die Zukunft alles Gute.

 
 

Nils Sauer , den 14.01.2011